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Hotel-Blog (I) – ein Marketinginstrument

Darum ist ein Blog für Ihr Hotel-Marketing sinnvoll

Was ist ein Blog?

Schon im Vor-Internetzeitalter gab es Haus-, Gäste oder Kundenzeitschriften (auf Papier), die irgendwo in der Grauzone zwischen Werbung und Journalismus angesiedelt waren. Ein Hotel-Blog ist eigentlich nichts anderes als eine Haus-Zeitung im Internet. Dabei kann ein Blog viel mehr als seine Papierversion …

Eine Online-Zeitschrift mit vielen Vorteilen

Ein Blog ist …

  • … günstig
    Bloggen ist billig. Ein Webspace, also ein Speicherort im Internet kostet ab 10 Euro im Monat – sofern man die Zeit und das Wissen hat, den Blog selber aufzusetzen. Sonst wird Ihre Agentur das sicher gerne für Sie übernehmen. Und etwas Budget zum bewerben des Blogs bei den Gästen und im Netzt wäre auch noch sinnvoll.
  • … umweltschonend
    Ja, auch das gehört heute dazu, sich über den Ressourceneinsatz von Marketinginstrumenten bewusst zu werden. Eine Webseite verbraucht kein Papier. Gehört „Nachhaltigkeit“ zu Ihren Markenwerten? Dann nützen Sie das Argument gegenüber Ihren Gästen.
  • … querlesbar
    Ein Leser kann in einem Blog nach Stichworten (sogenannte Tags) suchen und durchstöbert so auch ältere Artikel – einfach weil sie zu dem Thema passen, das ihn interessiert.
  • … multimedial
    Neben Texten und Bildern können Blog-Artikel auch Videos enthalten.
  • … teilbar
    Jeder Leser kann einfach Blog-Seiten seinen Bekannten weiter schicken und mit Freunden über Soziale Netzwerke wie Facebook teilen. So verbreiten sich die Inhalte schnell und in genau der Zielgruppe, die Sie erreichen möchten.
  • … dauerhaft
    Im Vergleich zu einer Zeitschrift die im Papierkorb verschwindet, bleiben Ihre Inhalte im Netz für Gäste (und Suchmaschinen) dauerhaft auffindbar.
  • … rechtlich klarer
    Im Vergleich zu einem geteilten Beitrag auf Facebook gehören aus Sicht des Nutzungsrechts alle Inhalte auf dem eigenen Blog Ihnen, siehe dieser Artikel. Niemand dürfte ungefragt Texte oder Bilder entnehmen, verfremden oder woanders veröffentlichen, wenn Sie das nicht wollen.  (Natürlich dürfen Sie selber keine Urheberrechte verletzten und fremde Fotos verwenden.)
  • … Suchmaschinen-freundlich
    Blogs haben große Bedeutung in der Suchmaschinenoptimierung (SEO), will heißen, Google liebt Blogs.
  • … glaubwürdig
    Wir alle stumpfen zunehmend ab gegen platte Werbung. Ein eine spannende Geschichte in der ich mich wieder finde und aus der ich etwas Neues lerne schaue ich mir schon an.

Storytelling = Geschichten erzählen

Der zuletzt erwähnte Vorteil „Glaubwürdigkeit“ lohnt einer näheren Betrachtung . Der Schlüssel dazu ist die andere Perspektive: Anstatt ‚Anbieter spricht zu vielen Abnehmern‘ wie in einer Hochglanzzeitschrift, kann ein Blog-Artikel aus der Sicht eines anderen Gasts oder eines Einheimischen viel glaubwürdiger über ein Urlaubserlebnis berichten.  Das für diesen Erzählstil gebräuchliche Marketingmodewort heißt „Storytelling“. Eigentlich auch nix neues:

Schon früher – am Lagerfeuer in der Höhle – war das Geschichten erzählen Unterhaltung, Lehrstück und Kultur. Durch Geschichten erfuhr die Sippe die eigene Identität, was richtig ist und falsch, worauf es ankommt im Leben.

Credits Mike Licht, Notions Capital
Geschichten als Höhlenmalerei – von der Steinzeit bis heute (Bild: Mike Licht)

Zum Storytelling gehört also immer eine eigene Haltung. Welche Mountainbike-Strecke empfiehlt der Autor für wen? Was sind seine top 3 Langlaufloipen? Wo hat‘s dem Autor geschmeckt, wo nicht? Das ist Glaubwürdigkeit.

Erst die (Content-)Strategie

Überzeugt? Sie möchten gleich loslegen mit dem eigenen Blog? Bevor wir im zweiten Teil dieser Artikelserie praktisch das Aufsetzen eines Blogs beleuchten, sind zunächst noch etwas Hausaufgaben an der Strategie gefragt. Beantworten Sie sich untere fünf Fragen, am besten schriftlich.

Auf meinem Blog geht es um …
Ein kurzer Satz, zum Beispiel: Berichte von (Urlaubs-)Erlebnissen in der Region XY.

Diese Themen werden behandelt …
Listen Sie Ihre Themengebiete auf, zum Beispiel: Berg-Erlebnisse im Sommer und Winter, besonders Familienunternehmungen, „Hinter den Kulissen“ aus dem Hotel, …

Meine Leser sollen sein …
Ein Blick auf die Zielgruppe: z.B. deutschsprachige Stammgäste und (zukünftige) Feriengäste (Alter 35 bis 60 und deren Kinder)

Ich werde einen neuen Beitrag veröffentlichen …
Den Anspruch müssen Sie haben: Mindestens 2-wöchig. Wer kann die Artikel schreiben? Dauerhaft?

Ich mache das, weil …
Für mich oder als Marketingmaßnahme für meinen Betrieb? Als Gästebindungsinstrument? Zur Gewinnung von neuen Gästen?

Sie möchten Ihren eigenen Hotel-Blog hier vorstellen? Schreiben Sie mir! Denn im nächsten Beitrag veröffentliche ich neben ein paar praktischen Tipps zum bloggen auch Beispiele für Hotel-Blogs.

5 Gedanken zu „Hotel-Blog (I) – ein Marketinginstrument“

  1. Ojee…. here we go again.. die alte Social Media Geschichte…. Klar, ein Blog wäre von vorteil. Aber genau so eine Facebookseite, eine Google Plus Seite, eine Instagram, Twitter, Pinterest und wenn man schon drann ist, warum keine Whatsapp Gruppe erstellen wo man jeder Kunde reingibt?

    Von allen oben erwähnten, ist der Blog die noch am weitesten Weg von Umsetzbarkeit für der durchschnitt Vermieter. Blog Beiträge sind nicht einfach mal in 5 Minuten erstellten Fotos die ich online stelle, oder einem Kommentar die ich abgebe, sondern sollten einigermaßen Informatief-interessant mit ein Hauch von Journalismus gestalltet sein. Es sollte den Leser Interessieren, festhalten und animieren zur wiederbesuch. Und wenn es geht, eine SEO Kontant haben, abgestimmt auf die Ziele ich ich mit meine Webseite erreichen möchte. (um mal ein par wenige Vorraussetzungen zu erwähnen)

    Gratulation an die, die es gelingt als Vermieter einen erfolgreichen Blog aufzubauen. Gratulation auch gleich an die Werbeagenturen, die sowas für den Vermieter erfolgreich auf der Reihe bringen.

    Ich finde es ist sehr weit off-topic und keinesfalls realistisch um Vermieter zu empfehlen einen Blog zu starten. Ebenso leichtsinnig ist es, Vermieter eine Facebookseite oder eine Google Plus Seite erstellen zu lassen.

    Verstehe mich nicht falsch: Ich denke in die richtige intergeirung von Social Media im Tourismus liegt eins der größten potentiale…. Aber leider trotzdem gesscheitert, weil der Vermieter grundsätzlich nicht bereit ist in Marketing zu investieren.

    1. Hallo Hendrik, danke für Deinen ausführlichen Kommentar.
      Stimmt, ein Blog ist viel Arbeit und braucht sogar ein Stück Hingabe, um ihn gut zu machen. Dazu mehr im nächsten Beitrag.
      eCoach.at will aber motivieren, den eigenen Vertrieb in die Hände zu nehmen und – ja – ins Marketing zu investieren! Darum darf es auch mal eine Empfehlung pro Blogmarketing geben. Haltung, eben.

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