E-Mail-Marketing - weltweit und guenstig

Hotelmarketing mit Email-Newslettern (V)

Genug „Stoff“ für Ihren Newsletter haben Sie gesammelt – siehe der letzte Beitrag über die Redaktion – jetzt folgt …

Schritt 5: Kreation – Text und Grafik

Eine Grundregel vorweg: Im Zentrum Ihrer Selbstvermarktung als Hotel steht Ihr bestehender Internetauftritt (vgl. Beitrag über Hotelwebseiten). So wie Sie da optisch auftreten (Bilder) und wie sie auf mit Ihren (zukünftigen) Gästen kommunizieren (Texte) sollten Sie es auch in Ihren Newslettern handhaben!

Texten für den Leser

Einen guten Verkaufstext zu schreiben ist schwer. Nicht umsonst gibt es dafür den Berufsstand des Werbetexters. Doch auch Sie können einen authentischen Text schreiben und mit diesen Hinweisen noch besser machen:

  • Persönliche Ansprache
    Personalisierte Aussendungen mit dem Namen des Empfängers funktionieren immer besser als ein „Sehr geehrte Gäste“-Anschreiben. Ein persönliches Aussehen wird auch unterstützt durch einen echten Name als Absender/Unterzeichner (nicht Ihr Hotel-XY-Team). Auch ein Foto des Absenders kann gut ankommen.
  • Nutzenargumentation
    „Der Köder muss dem Fisch schmecken!“ Überlegen Sie, welchen Nutzen hat der Gast vom Besuch in Ihrem Hotel? Also schreiben Sie nicht „wir sind stolz auf die neue 400 m² Wellnessanlage“ sondern „lassen Sie die Seele baumeln und erholen Sie sich bei einem Besuch im neuen Wellnessbereich“
  • Verstärker einsetzen
    Sie kennen die Zauberwörter, die genau Ihre Stammkunden hören (lesen) möchten: „neu“, „gratis“, „inklusive“, „ohne Aufpreis“, „%“. Scheuen Sie sich nicht, ihr bestes Angebot auch appetitlich herauszustellen. Ein für E-Mail Marketing sehr beliebter Verstärker ist auch Dringlichkeit/Verknappung („… nur 5 Zimmer …“, „… die ersten 3 Buchungen …“, „… nur bis zum tt.mm.“) Sie kennen diesen Trick von booking.com oder dem letzten Schlussverkauf beim Modehändler Ihres Vertrauens.

Textformatierung in Werbe-E-Mails

Eine leserfreundliche Formatierung des Textes ist oberstes Gebot: Dazu gehören augenfreundliche Schriften und klare Absätze. Lesbarkeit, leicht verständliche Sätze, ein Mindestmaß an Höflichkeit und nichts, was blinkt und grell ist, sind die Grundgebote einer guten E-Mail.

Textwüsten haben in Newslettern nichts verloren
Schlechtes Beispiel: Textwüsten will keiner lesen

 

Grafik ja – aber einfach

Die technische Umsetzung von Newslettern erfolgt meist als HTML: Studien haben gezeigt, dass die Anzahl der User, die auf einen Link in einem HTML-Mailing klicken, bis zu viermal so hoch ist wie bei einem reinen Text-Mailing! Solche Mailings können sie nur schwer selber erstellen, hierzu brauchen Sie eine Agentur, die Ihnen zumindest eine Vorlage (engl. Template) zur Verfügung stellt. In diese Vorlagen können Sie dann ihre Texte und Bilder und Links einbauen.

Auch die E-Mail-Tools, die ich in Schritt 3 Organisation vorgestellt habe, bieten E-Mail-Vorlagen, die von Ihnen angepasst werden können. Beispielsweise enthalten Werbe-E-Mails oft eine grafische Kopfzeile (engl. Header). In der richtigen Breite und Höhe formatiert können damit schon gute CD-gerechte Mailingvorlagen erstellt werden. Wer Spaß am und ein bisschen ein Händchen fürs Gestalten hat, kann sicher auch auf diesem Weg gute Ergebnisse erzielen.

lieber einfach und klar gestalten
Viel Gestaltung braucht ein Newsletter nicht, um gut auszusehen

 

Bei der Gestaltung der Newsletter haben sich einspaltige Layouts weitestgehend durchgesetzt. Sobald mehrere Inhaltselemente nebeneinander angezeigt werden ist die Gefahr groß, dass bei der Ansicht auf einem Mobilgerät (Handy, Tablet) irgendetwas „verrutscht“, wie in diesem Beispiel gut zu sehen:

Mobilansicht Hotelnewsletter
Mobil schauts falsch aus: Sprünge in der CSS-Tabelle

 

Responsive Design auch für E-Mails

Dieses Video erklärt schnell, was responsive Design auch für E-Mails heißt. (Für responsive oder mobile Hotelwebseiten siehe dieser Artikel auf eCoach.at.)

Eine Übersicht, wie unterschiedlich die Displaygrößen von Handys sind, findet man in diesem Blog-Artikel des E-Mail-Marketing-Anbieters Litmus.

Fußzeile mit Kontaktmöglichkeiten

Nicht vergessen: Am Ende der Mailvorlage befindet sich eine Fußzeile (engl. Footer) mit allen möglichen Kontaktwegen. Geben Sie Ihren Lesern die Chance, über den Kanal ihrer Wahl zu Ihnen Kontakt aufzunehmen. Verweisen Sie daher im Impressum auf Ihre Postanschrift, Internetadresse, die E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Auch der Abmeldelink wird vom Leser hier gesucht. Für den Empfänger ist es am einfachsten, wenn er seine E-Mailadresse mit einem Klick auf einen Link aus dem Verteiler löschen kann (engl. One-Click Unsubscribe).

Newsletter Footer
Ein Footer mit allen Angaben gehört unter jeden Newsletter

Social Media im Newsletter integrieren

Ein Tipp noch: Social Media und Newsletter sind beides Kanäle zu Ihren Stammgästen. Wer sich für Ihre Angebote interessiert sieht vielleicht auch gerne mal ein aktuelles Bild von seinen Gastgebern und frischt die Urlaubserinnerungen mit Fotos auf. Also bewerben Sie im Newsletter Ihre Facebook-Seite und regen Sie an, die Artikel auf Facebook zu teilen. Auch diese Teilen-Funktion (engl. sharing) sollte gleich im Newslettertemplate enthalten sein.

Der nächste Beitrag über Newslettermarketing umfasst die Schritte Versand (6) und die Nachbearbeitung (7).

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